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 MILKY MANGO
 

Kuh oder Hafer? Der Streit um die Milch

Ötzi, der gefrorene Steinzeitmensch aus Österreich, war Lactose-intolerant.

Er hätte es gut im heutigen Supermarkt-Angebot mit der schier unglaublichen Auswahl an lactosefreien Milchvarianten und der boomenden Nicht-Milch aus Soja, Reis, Mandeln oder Hafer. Kuhmilchtrinker sind eine schwindende Spezies, obwohl unsere Gesellschaft zu 80% die Genmutation enthält, die es uns ermöglicht, Milch als Nahrung zu verwenden. Diese Mutation verbreitete sich zunächst langsam, da es in der Jungsteinzeit nicht viele Bauern gab, die Kühe hielten und ihre Milch als Nahrung nutzen konnten.

 

Kaum ein anderes Nahrungsmittel hat eine solche Achterbahnfahrt zwischen Gesundmacher und Gift hinter sich, wie unsere Milch. 

Die Fähigkeit, Milch einfach zu verdauen, war vor 5000 Jahren noch eine Rarität und erst im Mittelalter setzte sich mit der Viehwirtschaft auch die günstige Genmutation für die Lactoseverdauung durch. Der Jäger Ötzi hatte mit Kuhhaltung allerdings gar nichts zu tun.  

Kaum ein anderes Nahrungsmittel hat eine solche Achterbahnfahrt zwischen Gesundmacher und Gift hinter sich, wie unsere Milch. Dabei ist sie nun seit Jahrtausenden fixer Bestandteil des Speiseplanes europäischer Kulturen und vermutlich einer der Gründe, weshalb Menschen in den nördlichen Regionen Europas die Winter überlebten, grösser und gesünder wurden.

Was stimmt nun nicht mit unserer Milch?

Verursacht Milch Karies?

Ja, denn der Milchzucker Lactose fördert die Entwicklung von Karies-Bakterien, vor allem bei Babys, die lange an ihrer Flasche nuckeln und wenig Zahnpflege erhalten. Karies wird aber auch durch Säfte oder Brei gefördert und eine Studie der amerikanischen Zahnärztegesellschaft ist der Ansicht, dass Milch neutralisierend auf Bakterien wirke und das enthaltene Calcium den Zahnschmelz stärkt.

Milch verursacht Krebs - und schützt davor

Männer, die regelmässig Milch trinken, haben ein erhöhtes Risiko für Prostata-Karzinome, möglicherweise scheinen  Kalzium und eventuell auch Vitamin-D-Metabolite Tumore zu fördern. Auch das Milchprotein Casein ist in Verruf geraten: Es fördert nachweislich das Wachtusm von Tumorzellen im Labor. Casein war auch die Proteinquelle für die aufsehenerregende Studie von Dr. T. Colin Campbell (Autor von, The China Study: The Most Comprehensive Study of Nutrition Ever Conducted), der Ratten entweder mit Milchproteinen oder vegetarisch ernährte und anschliessend krebserregenden Aflatoxinen (Giftstoffen aus Pilzen) aussetzte. Nur die Casein-gefütterten Ratten entwickelten Krebs! Allerdings scheint Milch eine schützende Wirkung vor Darmkrebs zu haben, Britische Wissenschaftler fanden heraus, dass hier der Konsum von Milch (zwei bis drei Gläser pro Tag) und bestimmten Milchprodukten, nicht aber zum Beispiel von Käse, zu einem geringeren Darmkrebsrisiko führt.

Milch und frühzeitiger Tod?

Hier finden sich sehr widersprüchliche Ergebnisse: Einerseits zeigt eine aktuelle schwedische Studie ganz klar, dass Laktose, die im Körper unter anderem zu D-Galaktose umgewandelt wird. Dieser Stoff könne chronische Entzündungen und frühzeitiges Altern auslösen. Mit jedem Glas Milch steigt laut Studie das Risiko für einen frühzeitigen Tod - für Frauen um ganze 15 Prozent und bei Männern um drei Prozent! Interessant dabei ist, dass dagegen Käse, Quark und Joghurt das Risiko eines vorzeitigen Tods der Teilnehmerinnen senkte.

Mit jedem Glas Milch steigt laut Studie das Risiko für einen frühzeitigen Tod - für Frauen um ganze 15 Prozent und bei Männern um drei Prozent! 

Eine Übersicht der Universität Harvard befasste sich mit der Rolle der Milchfette, die im Verdacht standen, das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Arteriosklerose zu erhöhen. Die Forscher fanden, dass der Verzehr von Milchfett keine Erhöhung des cardiovaskulären Risikos birgt – aber auch keine Reduktion. Ersetzt man jedoch das tierische Fett durch pflanzliches, sinkt dieses Risiko um bis zu 25%!

 

Milch schützt vor Osteoporose..oder doch nicht?

Viele Jahrzehnte waren der hohe Calcium- und Vitamin D Gehalt der Kuhmilch Werbeträger Nummer eins der Milchindustrie und PR-Fundament für ein gesundes Knochenwachstum.

Auch hier lieferte die jüngste schwedische Studie des British Medical Journal ernüchternde Resultate: In der Untersuchung stellte sich heraus, dass Frauen im Alter zwischen 39 und 74 Jahren ein erhöhtes Knochenbruchrisiko hatten, wenn sie mehr als drei Becher Milch pro Tag tranken. Die schwedischen Forscher führten auch dieses Ergebnis auf die entzündungsfördernde Galactose zurück.

 

Was tun?

Abwechseln! Milch ist kein Getränk, sondern ein nährstoffreiches Lebenmittel, das man in Massen wahrscheinlich auch als Erwachsener trinken könnte. Gut, gibt es heute so viele Alternativen: Sojamilch, Hafermilch, Mandelmilch und Milchgetränke aus Reis. Wir verwenden in unseren Smoothies bewusst Getreidemilch-Varianten, ein gelegentliches Yoghurt darf es aber auch bei uns sein. 

 

Unser Rezept 

"Milky Mango"

2 reife Mango

4 Esslöffel Haferkleie

1 Esslöffel Mandeln gemahlen

Mandelmilch

 

Quellen

Tags: #faz #spiegel-online #welt-online #milchungesund #milchgesund #milch krebs 
 
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 RED ANISETTE
 

Sternanis

Erinnern Sie sich noch an die Vogelgrippe und das Wundermittel Tamiflu dagegen?

Tamiflu, frühzeitig eingesetzt, kann den Verlauf jeder Grippe drastisch verkürzen und die Symptome massiv lindern. Und der Wirkstoff – Oseltamivir – stammt aus unserem Superfood-Gewürz Sternanis.

Sternanis enthält Shikimisäure vor, die für die Synthese von Oseltamivir von zentraler Bedeutung ist, über viele Jahre ging deshalb der Hauptteil der Sternanis-Produktion in die Herstellung des Medikaments Tamiflu. Shikimisäure ist ein spannender Stoff, ein sogenannter Neuraminidase-Hemmer: Er verhindert, dass Viren und eine Reihe von Bakterien sich im Körper weiter ausbreiten können und dämmen so wirkungsvoll eine Infektion ein.

Shikimisäure aus Sternanis verhindert, dass Viren sich im Körper ausbreiten können

 

Neben der Shikimisäure enthält Sternanis vor allem das ätherische Öl Trans-Anethol (Anisöl) das seit Jahrhunderten für medizinische Zwecke eingesetzt wird. Anisöl wirkt hustenlösend und ist wichtiger Bestandteil vieler Hustenmittel, es wirkt krampflösend und beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. Vor allem aber wirkt es selbst antibakteriell und entzündungshemmend, ideal also bei Erkältungskrankheiten. Kommt noch dazu, dass Anisöl die Ausgangssubstanz verschiedener Antihistaminika (Antiallergika) ist – eine Mini-Apotheke also in einer sehr dekorativen Verpackung!

Sternanis - eine kleine Haus-Apotheke in dekorativer Verpackung

Echter Sternanis schmeckt anhaltend süß und lakritzartig, aber auch ein wenig pfeffrig und säuerlich und passt damit wunderbar zum Aroma von Randen und Zitrone.

 

Red Anisette: Unser Rezept
  • 2 gekochte Randen
  • Frisch gepresster Zitronensaft
  • Sternanis, zu Pulver gemahlen
  • Hafermilch

 

Quellen

Pharmawiki & Wikipedia

 
 
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 MAGIC MATCHA
 
Matcha (jap.: 抹茶 [ma.tɕa] für „gemahlener Tee“) ( Anhören) ist die Essenz des grünen Tees.
Als der buddhistische Mönch Myoan Eisai sowohl Tee als auch Zen aus China nach Japan brachte, verbreitete er dort das, was heute so selbstverständlich japanisch ist. Schon seit fast 1000 Jahren gehört zur buddhistischen Zen-Meditation in Japan der Genuss einer Schale Matcha-Tee. Der erste grüne Tee dieser Art wurde in der Uji-Region bei Kyoto angebaut. Noch heute gilt Matcha von Herstellern aus dieser Gegend als besonders hochwertig. Tencha, wie das Blatt heißt, bevor man es zwischen Steinscheiben zu feinstem Pulver mahlt, wird im Gegensatz zu anderen Sorten zwar geröstet und getrocknet, jedoch nicht geknetet, sodass das Teeblatt unversehrt bleibt und gemahlen umso mehr sein Aroma entfaltet.
Der bewusste Genuss einer Schale Matcha-Tee ist ein wichtiger Bestandteil der Zen-Meditation
Teesträucher, aus denen Matcha gewonnen werden soll, werden einen Monat vor der Ernte mit feinen Bambus-Netzen beschattet. Die extrem delikaten, intensiv dunkelgrünen Blätter sind so besonders reich an wertvollen Polyphenolen und Vitaminen. Nach der Ernte werden die Teeblätter gedämpft, getrocknet und nach Entfernung aller groben Blattgefäße in Steinmühlen zu einem feinem Pulver gemahlen.
 
matcha pulver tee
Wer Matcha trinkt, lebt länger: Zumindest kann der Tee helfen, Krankheiten vorzubeugen und die Fitness zu verbessern. Die Ohsaki-Studie in Japan 2006 belegte etwa die dauerhafte positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System. Sie entfaltet sich bei regelmäßigem Konsum von grünem Tee, am besten mehreren Tassen am Tag. Das liegt vor allem an den enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen, die als natürliche Abwehr für den Körper wirken. Dass das „Superfood“ grüner Tee eine Menge Antioxidantien, die Aminosäure L-Theanin und andere wertvolle Inhaltsstoffe enthält, die den Körper jung, gesund und wach halten, wissen wir bereits. Das alles kann Matcha aber in mehrfacher Ausführung – denn hier trinkt man das Teeblatt direkt mit. So kann man jeden gesunden Inhaltsstoff aufnehmen und um ein Vielfaches davon profitieren: In japanischem Matcha-Tee sind etwa zehnmal so viel Antioxidantien wie etwa Zink, Magnesium und Vitamine A und C enthalten wie in anderen Grüntees, zum Beispiel Sencha. Sie haben wiederum einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Zellen durch den Schutz vor sogenannten freien Radikalen. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Grüntee ist längst aus dem Schatten des geschichtlichen Mythos herausgetreten und in vielen wissenschaftlichen Studien belegt.
Grüntee ist das Anti-Aging Getränk der Extraklasse: Coffein und Polyphenole ergänzen sich hier perfekt, 2-3 Tassen täglich sind für Schönheit, Gesundheit und Aktivität ideal.
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Einer der wichtigsten Inhaltsstoffe aller Grüntees – und damit hochkonzentriert auch im Matcha – ist das Epigallokatechinat, ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Katechine: In einer Studie von 2014 konnte gezeigt werden, dass ECGC direkt das Stresshormon Cortisol hemmt. Abwarten und Tee trinken heisst es doch...
Weitere positive Wirkungen des grünen Tees:
• Coffein (insbesondere japanische Sorten wie Sencha) und Polyphenole (Catechine). Das Coffein ist an Polyphenole gebunden, und entfaltet damit eine langsamere und längere Wirkung,
• Grüntee-Polyphenole erhöhen den UV-Eigenschutz der Haut
• Coffein wirkt über das Enzym ATR präventiv gegen weissen Hautkrebs
• Coffein fördert die Hautdurchblutung, entwässert und fördert den Fettabbau über Lipasen (Cellulite)
• Coffein wirkt über Adenosinrezeptoren direkt im Gehirn,
• aktiviert Lern- und Gedächtnisprozesse
• Förderung des Haarwachstums bei androgenetischer Alopezie (lokal)
 
Matcha Zubereitung
 
Es gibt zwei Arten der richtigen Zubereitung von Matcha-Tee: Den dünnen Usucha und den dicken Koicha, den man fast schon essen kann. Die erste Variante ist am weitesten verbreitet und eignet sich auch für Matcha-Einsteiger, da sie nicht so intensiv schmeckt. Dafür mischen Sie etwa einen halben (bei bester Qualität) bis einen Teelöffel (1,75 Gramm) oder zwei Chashaku Grünteepulver mit 180ml heißem Wasser (etwa eine Schale). Kochen Sie zuerst das Wasser und lassen es dann für etwa 10 Minuten abkühlen. So erreichen Sie eine optimale Temperatur von 80 Grad, besonders hochwertiger Matcha-Tee schmeckt auch mit 70 Grad. Geben Sie das grüne Pulver in die Teeschale, am besten mit dem Sieb, um mögliche Klümpchen aufzulösen. Dann gießen Sie etwa 60ml Wasser dazu und schlagen das Gemisch mit dem Bambusbesen schaumig. Erst dann kommt der Rest des Wassers dazu. Für Koicha hingegen brauchen Sie statt zwei ganze fünf Chashaku Teepulver, also etwa 2,5 Teelöffel oder 3,75 Gramm Matcha, auf 30ml Wasser. Für einen sommerlichen, eisgekühlten Genuss bereiten Sie den Matcha-Tee nach Anleitung zu, Sie brauchen dafür aber kaltes Wasser und nur halb so viel Matcha-Pulver (etwa 1 Gramm oder einen halben Teelöffel). Gießen Sie nach dem Schlagen mit dem Bambusbesen einfach mehr Wasser hinzu (bis etwa 300ml)
Matcha Magic: Unser Rezept
  • 1 Teelöffel Matcha-Pulver
  • 100g Nüsslisalat
  • 2 Kiwi
  • mit Apfelsaft auf eine sämige Konsistenz bringen
Quellen:
Werner Hunstein: AL-Amyloidose und EpiGalloCatechin-3-Gallat: 4 Jahre und 5 Monate später. Stand: Februar 2011Shin HY, Kim SH, Jeong HJ, Kim SY, Shin TY, Um JY, Hong SH, Kim HM.: Epigallocatechin-3-gallate inhibits secretion of TNF-alpha, IL-6 and IL-8 through the attenuation of ERK and NF-kappaB in HMC-1 cells. In: International Archives of Allergy and Immunology. November 2006. PMID 17135765.
Takako Kondo, Toshiro Ohta, Koichi Igura, Yukihiko Hara, Kazuhiko Kaji: Tea catechins inhibit angiogenesis in vitro, measured by human endothelial cell growth, migration and tube formation, through inhibition of VEGF receptor binding. In: Cancer Letters. 180, Nr. 2, 2002, ISSN 03043835, S. 139–144. doi:10.1016/S0304-3835(02)00007-1.
1. B. H. Zhu, W. H. Zhan, Z. R. Li, Z. Wang, Y. L. He, J. S. Peng, S. R. Cai, J. P. Ma, C. H. Zhang: (–)-Epigallocatechin-3-gallate inhibits growth of gastric cancer by reducing VEGF production and angiogenesis. In: World journal of gastroenterology : WJG. Band 13, Nummer 8, Februar 2007, S. 1162–1169, ISSN 1007-9327. PMID 17451194.
2. M. E. Widlansky, N. M. Hamburg u.a.: Acute EGCG supplementation reverses endothelial dysfunction in patients with coronary artery disease. In: Journal of the American College of Nutrition. Band 26, Nummer 2, April 2007, S. 95–102, ISSN 0731-5724. PMID 17536120.
3. Lorenz M, Wessler S, Follmann E, Michaelis W, Düsterhöft T, Baumann G, Stangl K, Stangl V.: A constituent of green tea, epigallocatechin-3-gallate, activates endothelial nitric oxide synthase by a phosphatidylinositol-3-OH-kinase-, cAMP-dependent protein kinase-, and Akt-dependent pathway and leads to endothelial-dependent vasorelaxation. In: Journal of Biological Chemistry. Februar 2004. PMID 14645258.
4. Nihal M, Roelke CT, Wood GS.: Anti-melanoma effects of vorinostat in combination with polyphenolic antioxidant (−)-epigallocatechin-3-gallate (EGCG). In: Pharmaceutical Research. Juni 2010. PMID 20232120.
5. ↑ Hochspringen nach: a b Ehrnhoefer DE, Bieschke J, Boeddrich A, Herbst M, Masino L, Lurz R, Engemann S, Pastore A, Wanker EE: EGCG redirects amyloidogenic polypeptides into unstructured, off-pathway oligomers. In: Nature Structural & Molecular Biology. Juni 2008. PMID 18511942.
6. K. Rezai-Zadeh, G. W. Arendash et al.: Green tea epigallocatechin-3-gallate (EGCG) reduces beta-amyloid mediated cognitive impairment and modulates tau pathology in Alzheimer transgenic mice. In: Brain Research. 12, Nr. 1214, Juni 2008, S. 177–186. PMID 18457818.
7. Jiang F, Chen W, Yi K, Wu Z, Si Y, Han W, Zhao Y.: The evaluation of catechins that contain a galloyl moiety as potential HIV-1 integrase inhibitors. In: Clin Immunol.. Dezember 2010. PMID 20832370.
8. X. Xiao, Z. Q. Yang, L. Q. Shi, J. Liu, W. Chen: [Antiviral effect of epigallocatechin gallate (EGCG) on influenza A virus]. In: Zhongguo Zhong yao za zhi = Zhongguo zhongyao zazhi = China journal of Chinese materia medica. Band 33, Nummer 22, November 2008, ISSN 1001-5302, S. 2678–2682, PMID 19216171.
9. Aktas O, Prozorovski T, Smorodchenko A, Savaskan NE, Lauster R, Kloetzel PM, Infante-Duarte C, Brocke S, Zipp F.: Green tea epigallocatechin-3-gallate mediates T cellular NF-kappa B inhibition and exerts neuroprotection in autoimmune encephalomyelitis. In: Journal of Immunology. November 2004. PMID 15494532.
10. "Bremst grüner Tee Entzündungsprozesse im Zentralen Nervensystem?" von dmsg.de - abgerufen am 5. April 2011.
11. K. W. Lee, H. J. Lee: The roles of polyphenols in cancer chemoprevention. In: BioFactors. Band 26, Nummer 2, 2006, S. 105–121, ISSN 0951-6433. PMID 16823097. (Review).
12. G. Korte, A. Dreiseitel, P. Schreier, A. Oehme, S. Locher, S. Geiger, J. Heilmann, P. G. Sand: Tea catechins' affinity for human cannabinoid receptors. In: Phytomedicine. Band 17, Nummer 1, Januar 2010, S. 19–22, ISSN 1618-095X. doi:10.1016/j.phymed.2009.10.001. PMID 19897346.
13. Jan Hintzpeter, Claudia Stapelfeld, Christine Loerz, Hans-Joerg Martin, Edmund Maser: Green Tea and One of Its Constituents, Epigallocatechine-3-gallate, Are Potent Inhibitors of Human 11β-hydroxysteroid Dehydrogenase Type 1. In: PLOS ONE. 9, 2014, S. e84468, doi:10.1371/journal.pone.0084468.
14. R. Wang, W. Zhou, X. Jiang: Reaction kinetics of degradation and epimerization of epigallocatechin gallate (EGCG) in aqueous system over a wide temperature range. In: Journal of Agricultural and Food Chemistry. Band 56, Nummer 8, April 2008, S. 2694–2701, ISSN 0021-8561. doi:10.1021/jf0730338. PMID 18361498.
15. Imed Hasni, Philippe Bourassa, Saber Hamdani, Guy Samson, et al.: Interaction of milk α- and β-caseins with tea polyphenols. In: Food Chemistry. 126, Nr. 2, Mai 2011, S. 630–639. doi:10.1016/j.foodchem.2010.11.087.
16. C.D. Kanakis, Imed Hasni, et al.: Milk β-lactoglobulin complexes with tea polyphenols. In: Food Chemistry. 127, Nr. 3, August 2011, S. 1046–1055. doi:10.1016/j.foodchem.2011.01.079.
17. Elisabeth Jöbstl, Jonathan R. Howse, et al.: Noncovalent Cross-Linking of Casein by Epigallocatechin Gallate Characterized by Single Molecule Force Microscopy. In: J. Agric. Food Chem., 2006, 54 (12), pp 4077–4081 doi:10.1021/jf053259f
18. Catterall F, Kassimi AI, Clifford MN, Ioannides C: Influence of milk on the antimutagenic potential of green and black teas. In: Anticancer Research. 2003 Sep-Oct;23(5A):3863-7. PMID 14666689
 
 
chia vanilla
 CHIA VANILLA
 

Wissen Sie, warum Chia-Samen so im Trend liegen?

Stellen Sie sich vor: Es ist 1997, der Ultramarathon von Los Angeles – 160 Kilometer, hügeliges Terrain...

Der Sieger: Tarahumara-Indianer Cirildo Chacarito, mit 52 Jahren deutlich älter als die Konkurrenz und nicht in den vorgesehenen Nike-Schuhen, sondern selbst gebastelten Latschen aus alten Gummireifen! Sein Geheimnis: 1 Teelöffel Chia-Samen vor dem Rennen.

Kein Wunder, boomt der kleine schwarze Samen seither als Superfood auf der ganzen Welt.

Das spanische Wort „Chía“ ist aus der Nahuatl-Sprache abgeleitet (chian oder chien) und bedeutet ölig. Bei den Atzteken waren Chia-Samen ein bedeutendes Agrarerzeugnis und als Grundnahrungsmittel mindestens so wichtig wie Mais. Der Primärnutzen von Chia war jedoch überwiegend medizinischer Natur, leider sind die damit zu behandelnden Leiden oft nur sehr ungenau beschrieben und lassen sich keiner modernen Diagnose zuordnen.

Chiaöl wurde und wird auch heute noch zu kosmetischen und künstlerischen Zwecken gebraucht. Insbesondere handgearbeitete Gefäße erhielten meist einen Firnis aus Chiaöl und auch der Körperbemalung der diente Chiaöl als Grundstoff.

Die Tarahumara - in ihrer Sprache "jene, die schnell laufen" - jagen ihre Beute bis zur Erschöpfung, oft mehrere hundert Kilometer und meist barfuss! Der Rekord soll bei 700 Kilometer in 48 Stunden liegen - mit Chia als Powerbooster!

Chia-Samen enthalten ein perfektes Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren sowie alpha-Linolensäure

Ähnlich wie Leinsamen, enthalten Chiasamen bis zu 38 % Fett und bis zu 23% Eiweiss, der Rest setzt sich aus Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitaminen und Spurenelementen zusammen.

Die Bestandteile der Superfood-Bombe sind beachtlich:

  • Doppelt so viel Eiweiß wie herkömmliche Getreidesorten
  • Ein selten vorkommendes, perfektes Verhältnis von Omega 3- zu Omega 6 Fettsäuren
  • 5 mal soviel Calcium wie Milch
  • Doppelt soviel Kalium wie in Bananen
  • Der Eisen-Anteil ist dreimal ergiebiger, als bei Spinat
  • Dreimal soviel Antioxidantien wie Heidelbeeren
  • Das Spurenelement Bor wird ebenfalls von Chia-Samen geliefert
  • dazu langanhaltende Energieabsonderung und die damit verbundene Erhöhung der Ausdauer.

Generell sollten Chia-Samen vor dem Verzehr in einer beliebigen Flüssigkeit eingeweicht werden. Das macht sie bekömmlicher. In Wasser eingelegt, bildet der Chiasamen um sich herum ein Gel, das sättigend und verdauungsfördernd wirkt.

Das Chiaöl enthält α-Linolensäure. Gemessen am Gesamtfettanteil, lässt sich die Zusammensetzung in 60 % Omega-3, 20 % Omega-6, 6 %  Omega-9und 9 % gesättigte Fettsäuren aufschlüsseln.[29][30]

 

Matcha Magic: Unser Rezept
  • 30 g Chia-Samen
  • 3 Bananen
  • Vanille und Zimt
  • Soja-Milch oder Soja-Vanille-Milch
Quellen:
 
 

Inflammation, metaflammation and immunometabolic disorders

A vicious circle between insulin resistance and inflammation in nonalcoholic fatty liver disease

 

Macrophages, Inflammation, and Insulin Resistance

 
taste of india
 
TASTE OF INDIA
 
Exotische Gewürze und Yoghurt....
 
Curcuma
   Die Zauberknolle

In der indischen Küche galt Curcuma (Gelbwurz) als heilige Knolle. Viele der ihr zugeschriebenen Heilkräfte lassen sich heute wissenschaftlich bestätigen. Curcumin, der aktive Wirkstoff in Curcuma,  ist einer der am besten erforschten Pflanzenextrakte weltweit. In den letzten Jahren ist die Forschung über Curcumin buchstäblich explodiert und momentan sind mehr als 2000 wissenschaftliche Publikationen erschienen: Ihre antientzündlichen Eigenschaften beruhen auf den selben Prozessen, wie die Wirkung von Ibuprofen und können bei Arthrose schmerzlindern wirken. Ein Blick auf die Tumorstatistiken in Indien und Europa zeigt: 

Dickdarmkrebs ist in Ländern mit Curcuma-Küche nahezu nicht existent. 

Wichtig: Piperin im Schwarzpfeffer ist für die Aufnahme von Curcumin unentbehrlich, nehmen Sie eine Prise Pfeffer zu frischem Curcuma oder unsere redwoods yellow activate, die zusätzlich Epigallocatechinat (ECGC) aus Grüntee enthalten und stresslindernd wirken.

Curcumin ist einer der am besten erforschten Pflanzenextrakte weltweit. In den letzten Jahren ist die Forschung über Curcumin buchstäblich explodiert und momentan sind mehr als 2000 wissenschaftliche Publikationen erschienen.
Curcuma wirkt entzündungshemmend, ist wirksam gegen Schmerzen, schützt Knochen und Gehirn - also wirklich eine "Zauberknolle", die in unserer Ernährung nicht fehlen sollte.
Und nicht nur Curry lebt vom leuchtenden Gelb des Curcumins, auch unser Smoothie der Woche hat mit Curcuma Geschmack und Gesundheit in sich!
 

 

Curcuma ist bei Arthritis ähnlich wirksam wie Ibuprofen - Curry statt Tabletten?

 

 

 

Unser Rezept (4 Portionen)
"Taste of India"
 
 Curcuma gemahlen
Kardamon aus den Schoten lösen und mahlen
Ingwer in feine Scheiben schneiden
Vanille 
 
Griechischer Yoghurt oder Soja-Yoghurt

 

 

 

Medizinische Wirkungen von Curcumin
 
entzündungshemmend 

Curcuma wirkt über den gleichen Stoffwechselweg wie das bekannte Schmerzmittel Ibuprofen (Irfen, Brufen etc.). Moduliert die gesamte Kette von entzündungsfördernden Moleküle, die in den komplexen Vorgang der Entzündung eingreifen, einschließlich Cytokine Chemokine, Adhäsionsmoleküle, Wachstumsfaktoren und Transkriptionsfaktoren wie NF-kB und AP-1, und eine Vielzahl von Kinasen.  (Menon 2007 )

 

krebshemmend

  

  Curcumin kann Darmpolypen zurückdrängen und damit Darmkrebs vorbeugen ( Vruz-Corres2006Durch die Einnahme von Curcumin ging die Zahl der Polypen um 60% zurück. Die Größe der verbliebenen Polypen reduzierte sich im Schnitt um 50% ( Vruz-Corres 2006 ). Curcuma hemmt wichtige Elemente der unkontrollierten Zellteilung und weiterer Faktoren, die die Metastasierung eines Tumors möglich machen.

(Hemmung des Transkriptionsfaktor NF-kappaB und damit Reduktion der Synthese der proinflammatorischen Zytokine CXCL-1 und CXCL-2 was zu einer Blockade einer Reihe von prometastatischen Faktoren führt (Naik 2011)

  Hemmung der Metastasenbildung bei fortgeschrittenem Brust- und Prostatakrebs ( Killian 2012))

 

schmerzlindernd

  Es reduziert Schmerzen zum Beispiel bei Patienten mit Knie-Arthrose ( Madhu 2012 )

 

knochenerhaltend

  Curcuma wirkt knochenerhaltend und reduziert den Knochenabbau. Dies geschieht über

Es senkt die Konzentration des RANK-Liganden (Rezeptor Aktivator des NF-kappaB Ligand) im Knochenmark und hemmt damit die Aktivierung von Osteoklasten, welche Knochensubstanz abbauen (Oh 2008 )

 

neuroprotektiv

  Curcumin fördert auch die Neurogenese und wirkt neuroprotektivKim 2014

  Curcumin könnte daher bei Alzheimer auch für die Behandlung anderer neurodegenerativer Erkrankungen wie die Parkinson-Krankheit interessant sein  (Lee 2014)

  möglicher positiver Nutzen auch bei diabetischen Neuropathien( Kulkarni 2014 )

 

blutfettsenkend, fettstoffwechselfördernd

  Curcumin senkt erhöhte Blutfettwerte und führt zu einem Rückgang der damit einher gehenden Ansiedlung atherosklerotischer Plaques im Gefäßsystem (Hasan 2014

  Verbesserung des Fettstoffwechsels im Leberparenchym ( Öner-Iyido?an 2014 )

  Curcumin könnte auch eine Gewichtsreduktion bei Adipositas unterstützen (Bradford 2014)

 

gefäßschützend, durchblutungsfördernd

  Curcumin wirkt sich ähnlich stark positiv auf die Blutgefäße aus, wie sportliche Betätigung ( Akazawa 2012). Dabei ist eine Curcumin Einnahme in Kombination zu körperlicher Betätigung wirksamer und effektiver als eine Curcumin Einnahme oder Aerobic-Training allein (Sugarawa 2012).

 

immunstimulierend ( Jagetia 2007 )

 

 
 
 

Quellen:

 
  • Krebs                                                      (Chen 2006[27], Bhattacharyya 2007[28])
  • Immunschwäche                                  (Jegatia 2007)[29]
  • es ist ein starkes Antioxidans, das Sauerstoff-und Stickstoff-Radikale effektiv abfangen kann.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen            (DiSilvestro 2012)
  • Alzheimer                                               (Ringman 2005)
  • Diabetes                                                  (Chuengsamarn 2012)
  • Arthritis                                                    (Chandran 2012)
  • Morbus Crohn                                        (Ali 2012)
  • Depressionen                                        (Witkin 2014, Choudhary 2014)
  • Sport                                                       (Akazawa 2012, Sugarawa 2012)
  • Postmenopausale Frauen                    (Akazawa 2012, Sugarawa 2012)
  • Übergewicht                                           (Bradford 2014, Leray 2011