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 MILKY MANGO
 

Kuh oder Hafer? Der Streit um die Milch

Ötzi, der gefrorene Steinzeitmensch aus Österreich, war Lactose-intolerant.

Er hätte es gut im heutigen Supermarkt-Angebot mit der schier unglaublichen Auswahl an lactosefreien Milchvarianten und der boomenden Nicht-Milch aus Soja, Reis, Mandeln oder Hafer. Kuhmilchtrinker sind eine schwindende Spezies, obwohl unsere Gesellschaft zu 80% die Genmutation enthält, die es uns ermöglicht, Milch als Nahrung zu verwenden. Diese Mutation verbreitete sich zunächst langsam, da es in der Jungsteinzeit nicht viele Bauern gab, die Kühe hielten und ihre Milch als Nahrung nutzen konnten.

 

Kaum ein anderes Nahrungsmittel hat eine solche Achterbahnfahrt zwischen Gesundmacher und Gift hinter sich, wie unsere Milch. 

Die Fähigkeit, Milch einfach zu verdauen, war vor 5000 Jahren noch eine Rarität und erst im Mittelalter setzte sich mit der Viehwirtschaft auch die günstige Genmutation für die Lactoseverdauung durch. Der Jäger Ötzi hatte mit Kuhhaltung allerdings gar nichts zu tun.  

Kaum ein anderes Nahrungsmittel hat eine solche Achterbahnfahrt zwischen Gesundmacher und Gift hinter sich, wie unsere Milch. Dabei ist sie nun seit Jahrtausenden fixer Bestandteil des Speiseplanes europäischer Kulturen und vermutlich einer der Gründe, weshalb Menschen in den nördlichen Regionen Europas die Winter überlebten, grösser und gesünder wurden.

Was stimmt nun nicht mit unserer Milch?

Verursacht Milch Karies?

Ja, denn der Milchzucker Lactose fördert die Entwicklung von Karies-Bakterien, vor allem bei Babys, die lange an ihrer Flasche nuckeln und wenig Zahnpflege erhalten. Karies wird aber auch durch Säfte oder Brei gefördert und eine Studie der amerikanischen Zahnärztegesellschaft ist der Ansicht, dass Milch neutralisierend auf Bakterien wirke und das enthaltene Calcium den Zahnschmelz stärkt.

Milch verursacht Krebs - und schützt davor

Männer, die regelmässig Milch trinken, haben ein erhöhtes Risiko für Prostata-Karzinome, möglicherweise scheinen  Kalzium und eventuell auch Vitamin-D-Metabolite Tumore zu fördern. Auch das Milchprotein Casein ist in Verruf geraten: Es fördert nachweislich das Wachtusm von Tumorzellen im Labor. Casein war auch die Proteinquelle für die aufsehenerregende Studie von Dr. T. Colin Campbell (Autor von, The China Study: The Most Comprehensive Study of Nutrition Ever Conducted), der Ratten entweder mit Milchproteinen oder vegetarisch ernährte und anschliessend krebserregenden Aflatoxinen (Giftstoffen aus Pilzen) aussetzte. Nur die Casein-gefütterten Ratten entwickelten Krebs! Allerdings scheint Milch eine schützende Wirkung vor Darmkrebs zu haben, Britische Wissenschaftler fanden heraus, dass hier der Konsum von Milch (zwei bis drei Gläser pro Tag) und bestimmten Milchprodukten, nicht aber zum Beispiel von Käse, zu einem geringeren Darmkrebsrisiko führt.

Milch und frühzeitiger Tod?

Hier finden sich sehr widersprüchliche Ergebnisse: Einerseits zeigt eine aktuelle schwedische Studie ganz klar, dass Laktose, die im Körper unter anderem zu D-Galaktose umgewandelt wird. Dieser Stoff könne chronische Entzündungen und frühzeitiges Altern auslösen. Mit jedem Glas Milch steigt laut Studie das Risiko für einen frühzeitigen Tod - für Frauen um ganze 15 Prozent und bei Männern um drei Prozent! Interessant dabei ist, dass dagegen Käse, Quark und Joghurt das Risiko eines vorzeitigen Tods der Teilnehmerinnen senkte.

Mit jedem Glas Milch steigt laut Studie das Risiko für einen frühzeitigen Tod - für Frauen um ganze 15 Prozent und bei Männern um drei Prozent! 

Eine Übersicht der Universität Harvard befasste sich mit der Rolle der Milchfette, die im Verdacht standen, das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Arteriosklerose zu erhöhen. Die Forscher fanden, dass der Verzehr von Milchfett keine Erhöhung des cardiovaskulären Risikos birgt – aber auch keine Reduktion. Ersetzt man jedoch das tierische Fett durch pflanzliches, sinkt dieses Risiko um bis zu 25%!

 

Milch schützt vor Osteoporose..oder doch nicht?

Viele Jahrzehnte waren der hohe Calcium- und Vitamin D Gehalt der Kuhmilch Werbeträger Nummer eins der Milchindustrie und PR-Fundament für ein gesundes Knochenwachstum.

Auch hier lieferte die jüngste schwedische Studie des British Medical Journal ernüchternde Resultate: In der Untersuchung stellte sich heraus, dass Frauen im Alter zwischen 39 und 74 Jahren ein erhöhtes Knochenbruchrisiko hatten, wenn sie mehr als drei Becher Milch pro Tag tranken. Die schwedischen Forscher führten auch dieses Ergebnis auf die entzündungsfördernde Galactose zurück.

 

Was tun?

Abwechseln! Milch ist kein Getränk, sondern ein nährstoffreiches Lebenmittel, das man in Massen wahrscheinlich auch als Erwachsener trinken könnte. Gut, gibt es heute so viele Alternativen: Sojamilch, Hafermilch, Mandelmilch und Milchgetränke aus Reis. Wir verwenden in unseren Smoothies bewusst Getreidemilch-Varianten, ein gelegentliches Yoghurt darf es aber auch bei uns sein. 

 

Unser Rezept 

"Milky Mango"

2 reife Mango

4 Esslöffel Haferkleie

1 Esslöffel Mandeln gemahlen

Mandelmilch

 

Quellen

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