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 MAGIC MATCHA
 
Matcha (jap.: 抹茶 [ma.tɕa] für „gemahlener Tee“) ( Anhören) ist die Essenz des grünen Tees.
Als der buddhistische Mönch Myoan Eisai sowohl Tee als auch Zen aus China nach Japan brachte, verbreitete er dort das, was heute so selbstverständlich japanisch ist. Schon seit fast 1000 Jahren gehört zur buddhistischen Zen-Meditation in Japan der Genuss einer Schale Matcha-Tee. Der erste grüne Tee dieser Art wurde in der Uji-Region bei Kyoto angebaut. Noch heute gilt Matcha von Herstellern aus dieser Gegend als besonders hochwertig. Tencha, wie das Blatt heißt, bevor man es zwischen Steinscheiben zu feinstem Pulver mahlt, wird im Gegensatz zu anderen Sorten zwar geröstet und getrocknet, jedoch nicht geknetet, sodass das Teeblatt unversehrt bleibt und gemahlen umso mehr sein Aroma entfaltet.
Der bewusste Genuss einer Schale Matcha-Tee ist ein wichtiger Bestandteil der Zen-Meditation
Teesträucher, aus denen Matcha gewonnen werden soll, werden einen Monat vor der Ernte mit feinen Bambus-Netzen beschattet. Die extrem delikaten, intensiv dunkelgrünen Blätter sind so besonders reich an wertvollen Polyphenolen und Vitaminen. Nach der Ernte werden die Teeblätter gedämpft, getrocknet und nach Entfernung aller groben Blattgefäße in Steinmühlen zu einem feinem Pulver gemahlen.
 
matcha pulver tee
Wer Matcha trinkt, lebt länger: Zumindest kann der Tee helfen, Krankheiten vorzubeugen und die Fitness zu verbessern. Die Ohsaki-Studie in Japan 2006 belegte etwa die dauerhafte positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System. Sie entfaltet sich bei regelmäßigem Konsum von grünem Tee, am besten mehreren Tassen am Tag. Das liegt vor allem an den enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen, die als natürliche Abwehr für den Körper wirken. Dass das „Superfood“ grüner Tee eine Menge Antioxidantien, die Aminosäure L-Theanin und andere wertvolle Inhaltsstoffe enthält, die den Körper jung, gesund und wach halten, wissen wir bereits. Das alles kann Matcha aber in mehrfacher Ausführung – denn hier trinkt man das Teeblatt direkt mit. So kann man jeden gesunden Inhaltsstoff aufnehmen und um ein Vielfaches davon profitieren: In japanischem Matcha-Tee sind etwa zehnmal so viel Antioxidantien wie etwa Zink, Magnesium und Vitamine A und C enthalten wie in anderen Grüntees, zum Beispiel Sencha. Sie haben wiederum einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Zellen durch den Schutz vor sogenannten freien Radikalen. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Grüntee ist längst aus dem Schatten des geschichtlichen Mythos herausgetreten und in vielen wissenschaftlichen Studien belegt.
Grüntee ist das Anti-Aging Getränk der Extraklasse: Coffein und Polyphenole ergänzen sich hier perfekt, 2-3 Tassen täglich sind für Schönheit, Gesundheit und Aktivität ideal.
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Einer der wichtigsten Inhaltsstoffe aller Grüntees – und damit hochkonzentriert auch im Matcha – ist das Epigallokatechinat, ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Katechine: In einer Studie von 2014 konnte gezeigt werden, dass ECGC direkt das Stresshormon Cortisol hemmt. Abwarten und Tee trinken heisst es doch...
Weitere positive Wirkungen des grünen Tees:
• Coffein (insbesondere japanische Sorten wie Sencha) und Polyphenole (Catechine). Das Coffein ist an Polyphenole gebunden, und entfaltet damit eine langsamere und längere Wirkung,
• Grüntee-Polyphenole erhöhen den UV-Eigenschutz der Haut
• Coffein wirkt über das Enzym ATR präventiv gegen weissen Hautkrebs
• Coffein fördert die Hautdurchblutung, entwässert und fördert den Fettabbau über Lipasen (Cellulite)
• Coffein wirkt über Adenosinrezeptoren direkt im Gehirn,
• aktiviert Lern- und Gedächtnisprozesse
• Förderung des Haarwachstums bei androgenetischer Alopezie (lokal)
 
Matcha Zubereitung
 
Es gibt zwei Arten der richtigen Zubereitung von Matcha-Tee: Den dünnen Usucha und den dicken Koicha, den man fast schon essen kann. Die erste Variante ist am weitesten verbreitet und eignet sich auch für Matcha-Einsteiger, da sie nicht so intensiv schmeckt. Dafür mischen Sie etwa einen halben (bei bester Qualität) bis einen Teelöffel (1,75 Gramm) oder zwei Chashaku Grünteepulver mit 180ml heißem Wasser (etwa eine Schale). Kochen Sie zuerst das Wasser und lassen es dann für etwa 10 Minuten abkühlen. So erreichen Sie eine optimale Temperatur von 80 Grad, besonders hochwertiger Matcha-Tee schmeckt auch mit 70 Grad. Geben Sie das grüne Pulver in die Teeschale, am besten mit dem Sieb, um mögliche Klümpchen aufzulösen. Dann gießen Sie etwa 60ml Wasser dazu und schlagen das Gemisch mit dem Bambusbesen schaumig. Erst dann kommt der Rest des Wassers dazu. Für Koicha hingegen brauchen Sie statt zwei ganze fünf Chashaku Teepulver, also etwa 2,5 Teelöffel oder 3,75 Gramm Matcha, auf 30ml Wasser. Für einen sommerlichen, eisgekühlten Genuss bereiten Sie den Matcha-Tee nach Anleitung zu, Sie brauchen dafür aber kaltes Wasser und nur halb so viel Matcha-Pulver (etwa 1 Gramm oder einen halben Teelöffel). Gießen Sie nach dem Schlagen mit dem Bambusbesen einfach mehr Wasser hinzu (bis etwa 300ml)
Matcha Magic: Unser Rezept
  • 1 Teelöffel Matcha-Pulver
  • 100g Nüsslisalat
  • 2 Kiwi
  • mit Apfelsaft auf eine sämige Konsistenz bringen
Quellen:
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